

Training – einfach anfangen, aber richtig!
Sport ist im Prinzip das Natürlichste der Welt: Man fängt einfach an. Doch irgendwann kommt die Frage:
„Trainiere ich eigentlich richtig?“
Im Internet findet man unzählige Tipps, Fachbegriffe und widersprüchliche Ratschläge. Das kann schnell verwirren. Damit du den Überblick behältst, haben wir hier die wichtigsten Trainingsprinzipien für dich verständlich zusammengefasst.
Die wichtigsten Trainingsprinzipien
1.
Overload – ohne Reiz keine Anpassung
Damit dein Körper stärker oder ausdauernder wird, muss der Trainingsreiz über der gewohnten Belastung liegen.
Beispiel: Ein Profifußballer spürt nach dem Training keinen Muskelkater, während ein Anfänger nach einer Stunde Kicken tagelang Muskelkater hat.
2.
Superkompensation –warum du besser wirst
Nach dem Training sinkt deine Leistungsfähigkeit kurzfristig. Während der Regeneration repariert dein Körper nicht nur, sondern bereitet sich auf kommende Belastungen über das Ausgangsniveau hinaus vor.
Trainierst du zu früh, droht Übertraining. Wartest du zu lange, verpufft der Effekt. Das Geheimnis: der richtige Zeitpunkt.
3.
Verminderter Leistungszuwachs
Anfangs machst du schnell Fortschritte, später nur mit viel Aufwand. Wer das Laufen beginnt, wird in wenigen Wochen deutlich besser. Ein Marathonläufer muss jedoch täglich mehrmals trainieren, um minimale Fortschritte zu erzielen.
4.
Umkehrbarkeit – „use it or lose it“
Pausierst du, baut dein Körper schnell ab: Nach 1–2 Wochen merkst du Leistungsverlust, nach 1–2 Monaten ist der Trainingseffekt fast weg.
5.
Spezifität
Das, was du trainierst, wird besser. Trainierst du Kniebeugen wirst du hierin gut. Gehst du regelmäßig laufen verbessert sich deine Ausdauer. Ein Ausdauersportler wird nicht automatisch stark wie ein Kraftsportler und umgekehrt.
6.
Trainingsreihenfolge
Ein gutes Training besteht aus Aufwärmen – Hauptteil – Cool-down.
Im Hauptteil gilt: Technik & Schnelligkeit → Kraft → Ausdauer.
7.
Variation
Der Körper passt sich schnell an. Deshalb: Alle 4–6 Wochen neue Reize setzen. Selbst innerhalb einer Woche kannst du Übungen variieren, um Stagnation zu vermeiden.
8.
Progression
Mit der Zeit wirst du stärker – deshalb müssen auch die Übungen regelmäßig schwerer werden.
Minimaler Aufwand –
maximale Gesundheit
Viele sagen: „Ich habe keine Zeit zum Trainieren.“ Doch tatsächlich braucht es weniger, als man denkt.
Die WHO empfiehlt:
-
150 Minuten moderate Bewegung pro Woche (z. B. Radfahren, zügiges Gehen).
-
75 Minuten intensive Bewegung pro Woche (z. B. HIIT, Joggen).
-
plus 2 Einheiten Krafttraining.
👉 NUR ca. 23 % DER MENSCHEN
ERREICHEN DIESE EMPFEHLUNG.
Effektives Krafttraining
für die Gesundheit
So sollte dein Training aussehen:
-
Beidseitige Übungen (z. B. Kniebeugen, Liegestütze).
-
Mehrgelenkübungen (Compound) statt isolierter.
-
Muskelübungen: Bewegung statt Halteübungen – funktionaler und alltagstauglicher.
-
Einbeinige Übungen (z. B. Ausfallschritte, Step-ups).
-
Push & Pull im Oberkörper – ausgewogen trainieren.
👉 Pro Muskelgruppe mindestens 4 Sätze pro Woche, später steigerbar auf 10+
Wiederholungsbereiche:
-
Kraft & Muskelaufbau: 6–15 Wiederholungen
-
Ausdauernder Muskelaufbau: 15–40 Wiederholungen
-
Schweres Gewicht → weniger Wiederholungen; leichtes Gewicht → mehr Wiederholungen.
Zeitoptimiertes Training
– so geht’s schneller
-
Supersets: Zwei Übungen im Wechsel (z. B. Liegestütze + Rudern).
-
Dropsets: Gewicht reduzieren, wenn du nicht mehr kannst, und direkt weitermachen.
-
Zirkeltraining/7-Minuten-Workout: 7 Übungen à 40 Sekunden, je 20 Sekunden Pause.
👉 Schon 20 Minuten Training, 2–3x pro Woche reichen, um spürbare Erfolge zu erzielen.
Was ist mit Ausdauertraining?
Ausdauer kannst du oft nebenbei trainieren – z. B. mit dem Rad zur Arbeit, Treppen statt Aufzug, Spaziergänge in Pausen. Für gezieltes Training gilt: 30 Minuten Joggen, Radfahren oder Schwimmen zählen schon.
FAZIT.
Training muss nicht
kompliziert sein
Die Grundlagen sind simpel: regelmäßig bewegen, Reize richtig setzen, regenerieren und variieren. Du musst kein Profi sein, um fit und gesund zu werden. Schon mit wenig Zeit kannst du viel erreichen – wenn du die Trainingsprinzipien beachtest.
👉 Also: Fang an, bleib dran und mach dein Training smart statt kompliziert! �


